Das zentrale Anliegen der Elektrofahrzeuge
Warum die Reichweite immer noch die größte Sorge bei Elektroautos ist
Die Erhöhung der Batterieenergiedichte ist der direkteste Weg, stellt die Batterietechnologie aber auch vor große Herausforderungen. Eine höhere Energiedichte kann ein entsprechend größeres Batterievolumen zur Folge haben, was sich negativ auf den Platzbedarf im Fahrzeug auswirken kann.
Unser Next Energy-Prototyp
ONE installierte einen 207,3 kWh Akku für Tesla Model S
Kürzlich installierte das amerikanische Batterietechnologieunternehmen Our Next Energy (ONE) einen neuen Akku für das Tesla Model S. Die Energiedichte des Akkus wurde mit 207,3 kWh angegeben, was mehr als dem Doppelten der Dichte des Originalakkus entspricht.
Erwähnenswert ist, dass die höhere Energiedichte des neuen Akkus den Platz im Fahrzeuginnenraum nicht beeinträchtigt. Er wird an derselben Stelle wie der Originalakku montiert und platziert, wodurch er bei gleichem Volumen die doppelte Energiedichte aufweist.
Der Gründer und CEO von ONE, Mujeeb Ijaz, erklärte, dass die derzeit erhältlichen rein elektrischen Fahrzeuge stark von äußeren Einflüssen wie hohen Geschwindigkeiten, niedrigen Temperaturen und Bergstraßen beeinträchtigt werden. Diese Faktoren wirken sich negativ auf die Reichweite aus und sind schwer zu überwinden.
Er hoffte, dass ein neues Produkt namens Gemini es ermöglichen würde, dass reine Elektroautos eine ausreichend große Reichweite und gute Stabilität aufweisen, wodurch die Reichweitenangst der Nutzer bewältigt und gleichzeitig Kosten und nachhaltige Entwicklung berücksichtigt würden.
Straßen- und Dynamometertests
752 Meilen auf der Straße und 882 Meilen mit einer PS-starken Maschine
Es ist bekannt, dass das mit dem ONE-Prototyp-Akkupack modifizierte Tesla Model S Mitte Dezember auf Straßen in Michigan, USA, getestet wurde. Bei diesem Test legte das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 88 km/h (55 mph) und voller Ladung 1210 km (752 Meilen) zurück.
Das waren fast 400 Meilen mehr als die offiziell angegebenen 375 Meilen des Tesla Model S, und es handelte sich dennoch um das Ergebnis eines tatsächlichen Tests, der von unabhängigen Prüfinstituten gemeldet wurde.
Um zu testen, ob das Auto unter idealeren Bedingungen eine höhere Reichweite erzielen könnte, setzte das Team das Tesla Model S mit dem neuen Akku auch auf einen Leistungsprüfstand. Erneut bei einer Geschwindigkeit von 88 km/h (55 mph) erreichte die gemessene maximale Reichweite im voll geladenen Zustand 1.419 km (882 Meilen).
Das waren über 200 Kilometer mehr Reichweite als auf der Straße. Neben der beeindruckenden Reichweite hob der Artikel auch hervor, wie stark der Luftwiderstand die Reichweite von Elektrofahrzeugen beeinflussen kann.
Die Reichweitensteigerung ist beeindruckend, aber es bleiben Fragen offen.
Der CEO von ONE erklärte, der Akku sei mit verschiedenen Batterietypen ausgestattet, darunter auch Hochenergie-Kobalt-Nickel-Batterien. Der Artikel wies außerdem darauf hin, dass die Serienversion des Akkus noch in Entwicklung sei und voraussichtlich nach 2023 offiziell eingeführt werde.
Eine höhere Energiedichte ist zwar ein direkter und effektiver Weg zur Reichweitenverbesserung. Der Test wurde jedoch unter konventionellen Bedingungen durchgeführt und berücksichtigte weder kältere noch höhere Temperaturen, die Lade- und Entladeleistung, die Möglichkeit einer kürzeren Ladezeit und andere praktische Aspekte vollständig.
Der Artikel warf auch die Kostenfrage auf: Die Reichweite hat sich verdoppelt, aber wie sieht es mit dem Preis aus?









