
Der Motor ist das Herz des Autos. Jeder Fahrer weiß, wie wichtig er ist. Entsprechend bedeutsam ist die Motorwartung, doch viele Halter haben noch immer falsche Vorstellungen davon, was gute Pflege ausmacht.
Manche Gewohnheiten wirken im Alltag unbedeutend, können mit der Zeit aber schwerwiegende Motorprobleme verursachen. Dieser Beitrag betrachtet Verhaltensweisen und Irrtümer bei der Wartung, die den Motor erheblich schädigen können.
Diese Risiken für den Motor vermeiden
Checkliste
Nicht rechtzeitig warten
Regelmäßige Motorwartung nicht aufschieben#
Erfahrene Kfz-Mechaniker berichten, dass durch mangelhafte Wartung verursachte Motorschäden etwa die Hälfte der von ihnen bearbeiteten Ausfälle ausmachen. Das verdeutlicht, welche Rolle Motorpflege für eine längere Fahrzeuglebensdauer spielt.
Halter sollten die regelmäßige Wartung ernst nehmen. Neben der Einhaltung der vorgesehenen Motorwartungsintervalle sollten sie nach Fahrten durch besonders feuchte oder staubige Gebiete auch die betroffenen Motorbauteile prüfen.
Rechtzeitige Wartung bedeutet mehr als den Austausch von Teilen nach Zeitplan. Dazu gehört auch, die Einsatzbedingungen zu berücksichtigen und zu prüfen, ob Staub, Feuchtigkeit oder hohe Belastungen den Motor und seine zugehörigen Systeme beeinträchtigt haben.
Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Motortemperaturen sind problematisch
Auch eine zu niedrige Motortemperatur schadet#
Manche Halter glauben, nur hohe Temperaturen seien gefährlich für den Motor. Sie halten Überhitzung für die einzige Temperaturbedingung, die Schäden verursacht.
Tatsächlich kann auch eine zu niedrige Motortemperatur erheblich schaden. Manche Halter entfernen beispielsweise unüberlegt den Thermostat, weil der Motor zu heiß wird. Ohne Thermostat kann das Kühlmittel nur noch im großen Kreislauf zirkulieren; die Kühlintensität lässt sich nicht mehr regeln.
Dadurch ist die richtige Betriebstemperatur schwerer sicherzustellen. Der Motor läuft möglicherweise häufig zu kalt, was Leistungseinbußen, höheren Verschleiß und steigenden Kraftstoffverbrauch verursacht.
Richtig ist es, sich an den Angaben zur normalen Temperatur im Fahrzeughandbuch zu orientieren. Die vorgesehene Betriebstemperatur einzuhalten, hilft die Motorlebensdauer zu schützen.
Langer Leerlaufbetrieb
Lange Leerlaufzeiten und dadurch begünstigte Kohlenstoffablagerungen vermeiden#
Im Leerlauf arbeitet das Auto mit einem fetteren Kraftstoffgemisch. Die Drosselklappe ist nur gering geöffnet, und die Einspritzventile liefern zur Aufrechterhaltung des Motorlaufs eine höhere Kraftstoffkonzentration.
Dadurch entstehen im Leerlauf eher Kohlenstoffablagerungen als bei normaler Fahrt oder höherer Geschwindigkeit. Läuft der Motor lange im Leerlauf, nehmen diese Ablagerungen zu.
Mit der Zeit beeinträchtigt das den Gaswechsel auf Ansaug- und Abgasseite. Besonders betroffen sind Direkteinspritzer: Fahrzeuge mit häufigem Leerlaufbetrieb können beim Kaltstart deutlich schwarzen Rauch zeigen.
Luftfilter, Ansaugkanäle und Ölschlamm im Kurbelgehäuse
Ansaugung sauber halten und Ölschlamm begrenzen#
Verstopfter Luftfilter und verschmutzte Ansaugkanäle
Das Ansaugsystem besteht hauptsächlich aus Luftfilter und Ansaugkanälen. Wird das Fahrzeug häufig in staubigen Gegenden oder bei schlechter Luftqualität eingesetzt, sollten die Ansaugkanäle gereinigt werden, damit die Luft ungehindert einströmen kann.
Der Ansaugkanal ist für den normalen Motorbetrieb wesentlich. Bei starker Verschmutzung sinkt die Effizienz, und der Motor erreicht seinen normalen Leistungsbereich nicht. Das erhöht Verschleiß und Alterung.
Wichtig sind außerdem hochwertige Original-Luftfilter des Fahrzeugherstellers. Vermeiden Sie nach Möglichkeit häufige Fahrten in staubigen Gebieten und denken Sie daran, bei Bedarf auch den Innenraumfilter der Klimaanlage zu ersetzen.
Übermäßiger Ölschlamm im Kurbelgehäuse
Eine geringe Menge Schlamm kann im Öl in Schwebe bleiben. Bei größeren Mengen kann er sich absetzen und Filter sowie Ölkanäle verstopfen. Das erschwert die Motorschmierung und erhöht den Verschleiß.
Verwenden Sie hochwertige Schmierstoffe und wechseln Sie diese nach den Wartungsintervallen des Herstellers, um die Schlammbildung zu verringern.
Die Ölauswahl erfordert Sorgfalt. Teureres Öl ist nicht immer besser. Maßgeblich sind die höchsten und niedrigsten Temperaturen am Einsatzort, die Fahrzeugklasse und der Zustand des Autos.
Motorschädigende Gewohnheiten vermeiden#
Wartung und Temperatur
- Rechtzeitig wartenMangelhafte Motorwartung kann für einen großen Teil der Motorausfälle verantwortlich sein.
- Nach belastenden Fahrten prüfenKontrollieren Sie betroffene Motorbauteile nach Fahrten in feuchten oder staubigen Gebieten.
- Den Thermostat nicht unüberlegt entfernenEin zu kalter Motor kann weniger Leistung liefern, schneller verschleißen und mehr Kraftstoff verbrauchen.
Leerlauf, Ansaugung und Schmierung
- Langen Leerlauf vermeidenLange Leerlaufzeiten können Kohlenstoffablagerungen fördern und den Gaswechsel beeinträchtigen.
- Für freie Ansaugwege sorgenReinigen Sie Ansaugkanäle und verwenden Sie hochwertige Original-Luftfilter.
- Ölschlamm begrenzenVerwenden Sie hochwertige Schmierstoffe und halten Sie die Wechselintervalle ein.
Kleine Wartungsfehler können große Motorprobleme verursachen#
Die genannten Punkte können den Motor unterschiedlich stark schädigen. Fahrer sollten auf rechtzeitige Wartung, die richtige Motortemperatur, ihre Leerlaufgewohnheiten, eine saubere Ansaugung und die Vermeidung von Ölschlamm achten.
Wenn Sie ein Problem nicht sicher beurteilen können, ist es sicherer, den Motor regelmäßig in einer Kfz-Werkstatt warten zu lassen und den Rat des Fachpersonals zu befolgen. Auf unserer Website können Sie mehr über Fahrzeugwartung erfahren und nützliche Werkzeuge für Autoreparaturen finden.
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