
Viele verstehen unter richtigem Warmfahren, den Motor frühmorgens oder nach einer längeren Standzeit zu starten, drei bis fünf Minuten im Stand laufen zu lassen und erst dann loszufahren. Sie halten dies für besonders schonend.
Ist das wirklich die richtige Methode? Einer Statistik zufolge entstehen mehr als neunzig Prozent des Verschleißes an Motorbauteilen innerhalb der ersten drei Minuten nach einem Kaltstart. Wie man den Motor richtig aufwärmt, beschäftigt deshalb viele Autoliebhaber.
Das Wichtigste
Richtiges Aufwärmen bedeutet keinen langen Leerlauf. Lassen Sie die Schmierung anlaufen, vermeiden Sie hohe Geschwindigkeit und fahren Sie schonend bei niedrigem Tempo. So begrenzen Sie Kaltstartverschleiß, ohne unnötig Kraftstoff zu verbrauchen oder Ablagerungen zu fördern.
Verstehen, warum das Auto auf Betriebstemperatur kommen muss
Warum ein Auto warm werden muss#
Nach einer längeren Standzeit fließt das Motoröl zurück in den unteren Bereich der Ölwanne. Wird das Auto etwa über Nacht nicht benutzt, fehlt im oberen Motorbereich deshalb Öl zur Schmierung.
Nach dem Motorstart benötigt die Ölpumpe etwa 30 Sekunden, um Kolben, Pleuel und Kurbelwelle mit Öl zu versorgen. Diese Bauteile sind besonders auf Schmierung angewiesen. Auch wenn man kurz nach dem Start losfährt, ist die Wirkung jedoch ähnlich wie im Leerlauf, solange man nicht kräftig Gas gibt und langsam fährt.
Bevor der Motor seine Betriebstemperatur von etwa 90-110 Grad Celsius erreicht, ist auch die Kraftstoffversorgung noch kalt. Benzin kann dann nicht vollständig verdampfen. Im „nassen“, flüssigen Zustand lässt es sich schwerer verbrennen, und der Motor startet schlechter.
In dieser Phase verbessert die Starterklappe das Benzin-Luft-Gemisch und hebt die Drehzahl an, damit der Motor nicht ausgeht. Bei normaler Betriebstemperatur kehrt die automatische Starterklappe mechanisch in ihre Ausgangsstellung zurück. Bei Fahrzeugen mit manuellem Choke muss sie von Hand zurückgestellt werden. Andernfalls ist das Gemisch zu fett, was Benzin verschwendet, Leistung kostet und durch unvollständige Verbrennung schwarzen Rauch verursachen kann.
Ein kalter Motor braucht je nach Fahrzeug etwa sieben bis acht Minuten, mitunter bis zu zehn Minuten, um seine normale Betriebstemperatur zu erreichen. Währenddessen muss das Auto nicht im Stand aufgewärmt werden, sofern man nicht mit hoher Geschwindigkeit fährt.
Auch die Schmierung des Getriebes wird häufig übersehen. Getriebeöl hat mit Motoröl gemeinsam, dass es im kalten Zustand in den unteren Getriebebereich fließt. Erst beim Fahren bewegen sich die Zahnräder und fördern das Öl von unten zu den oberen Schmierstellen.
Daher schalten viele Autos im kalten Zustand rau. Aufwärmen im Stand löst das nicht, weil das Getriebe keine Ölpumpe besitzt. Im Stand läuft nur der Motor, während sich die übrigen Fahrzeugteile nicht bewegen. Besserung tritt erst ein, wenn das Auto eine Weile langsam gefahren wird.
Verschleiß am kalten Motor vermeiden
Der größte Nutzen des Aufwärmens#
Einigen Daten zufolge entstehen etwa 90% des Verschleißes im Moment des Starts. Wer sein Auto schonen möchte, sollte deshalb zuerst den Motor schützen. Ein grobes Vorgehen beim Aufwärmen ist nicht ratsam.
- Grund 1: Schmierung nach einer Nacht Standzeit.Beim Start nach einer Nacht fehlt im oberen Motorbereich Schmierung. Etwa 30 Sekunden Aufwärmen nach dem Start geben dem Öl Zeit, Kolben, Pleuel, Kurbelwelle und weitere besonders schmierungsbedürftige Teile zu erreichen.
- Grund 2: Verdampfung des Benzins.Für die vollständige Verdampfung des Benzins ist eine Betriebstemperatur von 90-110℃ erforderlich. Solange es noch „nass“ und flüssig ist, sind Verbrennung und Motorstart schwieriger. Je nach Fahrzeug benötigt der kalte Motor etwa sieben bis acht Minuten, mitunter bis zu zehn Minuten bis zur normalen Betriebstemperatur. Dafür muss das Auto nicht im Stand bleiben, sofern hohe Geschwindigkeiten vermieden werden.
- Grund 3: Getriebeschmierung.Kaltes Getriebeöl sammelt sich im unteren Getriebebereich. Erst beim Fahren drehen sich die Zahnräder und transportieren es zu den oberen Schmierstellen. Deshalb schalten viele Autos kalt härter. Abhilfe schafft langsames Warmfahren.
Vier wichtige Hinweise
Hinweise aus der Praxis#
- Längerer Leerlauf ist nicht automatisch besser.Langes Aufwärmen lässt den Motor ohne Nutzen arbeiten, verschwendet Kraftstoff und belastet die Umwelt. Im Sommer genügen im Allgemeinen kürzere Zeiten von etwa 1-2 Minuten. Im Winter ist das Öl bei Kälte zähflüssiger, weshalb meist 3-5 Minuten vorgesehen werden. Als einfacher Anhaltspunkt gilt eine Drehzahl unter 1000 U/min und eine beginnende Bewegung der Kühlmitteltemperaturanzeige. Danach kann die normale Fahrt beginnen.
- Im Leerlauf nicht Gas geben.Fahren Sie die ersten 2-4 Kilometer möglichst gleichmäßig mit etwa 40 Yards pro Stunde. Andernfalls kann der Motor schnell verschleißen, und seine Bauteile können erheblich beschädigt werden.
- Motoren mit kleinem Hubraum sorgfältiger aufwärmen.Bei kleinen 3-Zylinder- oder 4-Zylinder-Motoren bedeutet wenig Hubraum auch geringe Leistung und eine höhere Belastung. Wird sofort kalt losgefahren, kann der Motor darunter leiden. Bei größerem oder etwas größerem Hubraum kann man dagegen grundsätzlich losfahren, sobald eine gewisse Temperatur erreicht ist.
- Vorsicht beim Verlassen einer Tiefgarage.Fahren Sie aus einer Tiefgarage nicht schon deshalb mit hoher Last los, weil die Kühlmittelanzeige etwas Temperatur zeigt. Häufig muss dabei eine steilere Rampe überwunden werden. Wird der Motor vor Erreichen seiner normalen Betriebstemperatur stark belastet, kann zusätzlicher Verschleiß entstehen.
Hinweise zum Aufwärmen im Winter
So wärmen Sie das Auto im Winter richtig auf#
Beim Start sind die inneren Motorbauteile noch schlecht geschmiert. Sofort einen Gang einzulegen, kann besonders im Winter starken Verschleiß verursachen. Das Aufwärmen erhöht die Betriebstemperatur und sorgt vor allem dafür, dass die Bauteile ausreichend geschmiert werden.
Der Verschleiß mechanischer Motorbauteile entsteht hauptsächlich innerhalb von 2 Minuten nach dem Kaltstart. Richtiges Aufwärmen kann die Lebensdauer verlängern.
Bei heutigen elektronisch geregelten Einspritzmotoren sollte das Aufwärmen nach einem Kaltstart bei hoher Außentemperatur nicht zu lange dauern. Etwa 2 Minuten vor dem Losfahren reichen aus. Für den Winter in Qingdao empfehlen wir 3-5 Minuten nach dem Kaltstart und das Abwarten einer leichten Bewegung der Kühlmitteltemperaturanzeige.
Vermeiden Sie hohe Geschwindigkeit und hohe Drehzahl, bis das Kühlmittel seine normale Temperatur erreicht. Fahren Sie langsam, damit der Motor auf normale Betriebstemperatur kommt.
Viele Halter glauben irrtümlich, der Motor müsse länger als 10 Minuten im Stand aufgewärmt werden. Das ist wenig sinnvoll. Langer Leerlauf verschwendet Benzin und Zeit und kann vor allem Kohlenstoffablagerungen erzeugen. Mit zunehmender Laufleistung können diese Leistung und Verbrauch erheblich beeinträchtigen. Deshalb sollte langer Leerlauf vermieden werden.
Das Aufwärmen ist im Grunde einfach. Unterschiedliche Gewohnheiten führen jedoch dazu, dass viele Halter es trotzdem falsch machen. Manche Fehlbedienungen im Alltag können verschiedene Fahrzeugstörungen verursachen.
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