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22 July 2021 / Tipps und Anleitungen / 6 min read

Die Autobatterie ist plötzlich leer? In drei Minuten lernen Sie, das Auto zu starten!

Inhalt

Die Autobatterie ist plötzlich leer? In drei Minuten lernen Sie, das Auto zu starten!

Die Bedeutung der Autobatterie liegt auf der Hand. Sie startet das Fahrzeug und hilft während der Fahrt, den Wechselstrom der Lichtmaschine in stabilen Gleichstrom für Verbraucher wie Audioanlage, Scheinwerfer und Scheibenwischer umzuwandeln.

Nach täglicher Nutzung und längerer Betriebszeit kann auch ein Fahrzeug mit 80.000 Meilen Laufleistung an Batterieladung verlieren. Eine entladene Batterie ist ein häufiges Problem. Fällt sie plötzlich aus, stellt sich die Frage, wie das Auto sicher gestartet werden kann.

Manche denken daran, das Fahrzeug mit einem anderen Auto anzuschleppen. Steht ein zweites Auto bereit, ist es jedoch meist praktischer, durch geeignete Starthilfe Strom zu überbrücken.

So erhält ein Auto Starthilfe

Ein Auto mit leerer Batterie überbrücken#

Bei der Starthilfe liefert ein Auto mit geladener Batterie als Spender Strom an das Fahrzeug mit entladener Batterie.

  1. Beide Autos nahe genug zusammenstellen.Stellen Sie die Fahrzeuge so nahe zusammen, dass die Starthilfekabel die Plus- und Minuspole beider Batterien erreichen. Die Autos dürfen sich dabei nicht berühren. Ist die Batterie des Spenderfahrzeugs schwer zugänglich, etwa wegen ihrer besonderen Position im Audi A5, kann Werkzeug zum Freilegen oder Ausbau nötig sein.
  2. Plus mit Plus und Minus mit Minus verbinden.Verbinden Sie die Pluspole und die Minuspole der beiden Fahrzeuge jeweils miteinander. Verwechseln Sie die Polarität nicht, da ein falscher Anschluss beide Batterien beschädigen kann.
  3. Zuerst das Spenderfahrzeug starten.Schalten Sie alle zusätzlichen elektrischen Verbraucher aus. Starten Sie dann das Spenderfahrzeug und lassen Sie seinen Motor einige Minuten laufen, damit ausreichend Strom zur Verfügung steht.
  4. Das liegen gebliebene Auto starten und die Kabel vorsichtig entfernen.Starten Sie das Fahrzeug mit entladener Batterie wie gewohnt. Geben Sie danach leicht Gas und halten Sie den Motor einige Minuten bei etwa 2000r/min. Schalten Sie anschließend die Zündung beider Fahrzeuge aus und nehmen Sie die Kabel vorsichtig ab. Die Plus- und Minusanschlüsse der Kabel dürfen sich nicht berühren.

Sobald der Motor läuft, lädt die Lichtmaschine die Batterie. Anschließend kann die Fahrt weitergehen.

Auf eine entladene Batterie vorbereitet sein

Notstromversorgung bereithalten#

Auch eine tragbare Starthilfestromquelle kann für Notfälle im Auto bereitliegen. Sie ähnelt einer Powerbank für das Handy. Wie ein stark genutztes Telefon von einer mobilen Stromquelle profitiert, kann sie auch beim Auto hilfreich sein.

Besonders auf Autoreisen und langen Strecken ist das sinnvoll. Fällt die Batterie plötzlich aus, kann eine solche Stromquelle zum Retter werden.

Regelmäßig reinigen

Die Batterie regelmäßig reinigen#

Wischen Sie das Batteriegehäuse, die Oberseite und die Pole – also Plus- und Minusanschluss – mit einem feuchten Tuch ab. Entfernen Sie Staub, Öl, weißliche Ablagerungen und weiteren Schmutz, der Kriechströme begünstigt. Das kann die Lebensdauer verlängern.

Der ursprüngliche Wartungshinweis empfiehlt ein mit heißem Wasser angefeuchtetes Tuch und anschließend etwas Fett gegen Oxidation. Alternativ lassen sich Oxidschichten vorsichtig mit feinem Schleifpapier entfernen. Danach sauber wischen und zum Oxidationsschutz etwas Fett auftragen.

Diese Gewohnheiten nicht entwickeln

Fünf batterieschädigende Gewohnheiten vermeiden#

  1. Nach dem Abstellen des Motors keine leistungsstarke Audioanlage betreiben.Eine bei abgestelltem Fahrzeug laufende leistungsstarke Musikanlage belastet die Batterie erheblich.
  2. Den Motor nicht ständig neu starten.Ein Startversuch sollte jeweils nicht länger als 3 Sekunden dauern. Wiederholtes, ununterbrochenes Starten entlädt die Batterie stark und kann sie beschädigen.
  3. Die Klimaanlage rechtzeitig ausschalten.Viele Halter lassen die Klimaanlage eingeschaltet, sodass sie beim nächsten Fahrzeugstart automatisch anläuft. Dadurch kann die kurzfristige elektrische Last zu hoch werden und die Batterie auf Dauer belasten.
  4. Das Auto bei langer Standzeit nicht ohne Ladeunterstützung lassen.Im normalen Fahrbetrieb lädt die Lichtmaschine die Batterie. Bei längerem Parken verbrauchen Systeme wie die Alarmanlage weiterhin Strom. Bei langen Standzeiten empfiehlt der Beitrag, den Motor alle zwei Wochen für mindestens 5 Minuten laufen zu lassen, um die Batterie zu laden.
  5. Scheinwerfer und Leseleuchten nicht eingeschaltet lassen.Bleiben nach dem Abstellen Innenlicht oder Scheinwerfer über Nacht an, kann die Batterie vollständig entladen werden und das Auto nicht mehr starten. Bei zuverlässig automatisch abschaltenden Scheinwerfern entfällt dieser Hinweis.

Batterielebensdauer und Warnzeichen

Wie oft sollte die Autobatterie gewechselt werden?#

Auch eine gut gepflegte Batterie muss am Ende ihrer Lebensdauer ersetzt werden.

Autobatterien halten im Allgemeinen 2 bis 3 Jahre. Bei guter Wartung kann die Originalbatterie eines Neuwagens teilweise 3 bis 5 Jahre erreichen. Dunkler werdende Leuchten oder ein Motor, der nicht beim ersten Versuch startet, können auf einen kritischen Batteriezustand hinweisen.

Eine grobe Einschätzung ist auch über das Sichtfenster möglich. Das runde Fenster links vom Pluspol dient der Zustandsanzeige. Wird es schwarz, gilt dies als Wechselzeichen. Viele heutige Batterien besitzen allerdings kein solches Fenster mehr.

Ein Autobatterietester wie der AUTOOL BT860 unterstützt Batterie-, Belastungs- und Ladesystemtests. Außerdem kann er Daten anzeigen, die Batterietemperatur überwachen, Ergebnisse drucken, mehrere Sprachen anbieten und die meisten Autobatterien prüfen.

Messen Sie nach dem Motorstart mit dem BT860 die Spannung an beiden Batteriepolen. Ist die Ladespannung zu niedrig, sollte eine Fachkraft das Ladesystem prüfen und instand setzen.

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